Mittwoch, 15. Juni 2016

Schreibzeit - wie und wann blogge ich bzw. organisiere ich mich selbst?

Gelegentlich fragt sich mein Umfeld oder die Kollegen, wie ich das zeitlich so mache: Job, Kinder, Haushalt, Blog & mein Kleingewerbe. Manchmal frage ich mich das auch, wann ich die Zeit dafür finde, aber für mich funktioniert das Ganze nur mit Organisation. Du bekommst heute einen exclusiven, persönlichen Einblick, wie das bei mir so läuft.



Fangen wir mit dem Brötchenjob an: meine Arbeitstage sind Montag, Dienstag & Donnerstag und ich liebe meinen Job. Seit 16 1/2 Jahren bin ich schon dort, ganz schön lange dafür, dass ich eigentlich nur zwei Jahre bleiben wollte. *lach* Ein kleines Geständnis: Montags geht abends meistens nix mehr. Dafür bin ich zu kaputt und müde...ähm...werde ich alt? *räusper

Dienstags folgt Nachmittags das Kinderprogramm: Hausaufgaben, Verabredungen, zum Tanzen fahren, usw. Meistens guck ich auf dem iPad mal kurz auf meinem Blog rein und prüfe, ob bei HoT (meine gemeinsame Linkparty mit Katharina/greenfietsen) alles ok ist und schalte, wenn nötig noch den Moderationsmodus frei oder schreibe Mails, warum es nicht geklappt hat. Sollten meine zugeschnittenen Projekte schrumpfen, schneide ich auch gerne abends mal vor dem Fernseher auf dem Boden noch etwas zu.

Mittwochs ist mein Nähtag :-). Sobald die Kinder beide aus dem Haus sind, räum ich in rasender Geschwindigkeit die Küche auf, schwing den Staubsauger einmal durch die untere Etage, Müll raus, Wäsche an und dann gehts an die Nähmaschine. Da es mir Spaß machen soll und ich nicht vorher weiß, worauf ich gerade Lust habe...gibts bei mir immer Stapel an zugeschnittenen Sachen. Mal sind es Klamotten für mich, mal Taschen (z.b. die von der Taschenspieler CD - klick) oder sonstiges Zubehör. Mein Zeitfenster fängt so um 9 Uhr an und geht bis 11.30 Uhr (wenn ich noch nicht eingekauft habe). Dann flitz ich zum Supermarkt, kauf ein und koche für mich und den Großen. Nachmittags Kinderprogramm und wenn ich Glück habe, sind beide Kinder noch 1,5 h mit Papa auf dem Fußballplatz. In der Zeit näh ich dann noch'mal oder mach ein paar Erledigungen in der Stadt. Mein Sohn sagt mir leider immer erst sehr kurzfristig, wenn er was für die Schule braucht.

Donnerstags am Nachittag ist hier Aufräumzeit. Ja, Kinderarbeit...nein, im Ernst...ich denke, dass meine Kinder in der Lage sind ihre Zimmer aufzuräumen. Der Große mit fast 10 auf jeden Fall und bei dem Kleinen helfen wir noch etwas mit. In der Zeit fege ich durchs Haus und versuche Ordnung zu schaffen. Geputzt werden muss ja leider auch.

Freitag hab ich dann wieder frei und erledige als Erstes Bürokram: Rechnungen bezahlen, Mails schreiben, Kooperationen anfragen (ja, da hab ich jetzt mit angefangen und auch schon eine positive Rückmeldung bekommen, aber dazu später mehr), nach möglichen Marktterminen gucken, Material bestellen, usw. Wenn dann noch Zeit ist...näh ich oder fang mit dem fotografieren der fertigen Teile an.
Mittags dann wieder Kochen plus Kinderprogramm. :-)
An dem Abend haben wir uns vorgenommen mal nix zu machen. Mein Mann arbeitet auch viel und ist mindestens 1 Nacht in der Woche nicht da oder macht Bürokram bis spät abends. Das klappt immer öfter, aber da müssen wir beide noch dran arbeiten. Ziel ist, dass wir uns an dem Abend was schönes kochen, quatschen und sonst nix. Sendepause für Handy & Co.

Samstag versuche ich Fotos zu machen, wenn ich was fertig bekommen habe. Ansonsten Familientag oder spontane Aktionen. :-)

Sonntag gehört tagsüber auch der Familie, außer es ergibt sich irgendetwas anderes. Fest eingeplant ist dagegen der Sonntag Abend: da ist mein Mann beim Fußball und ich schreibe meine Posts. Das ist manchmal nur einer, manchmal auch zwei - je nach dem. Es soll kein Zwang sein, aber mein Ziel ist mindestens einmal besser zweimal die Woche zu bloggen. Da ich aber weiß, dass ich unter der Woche oftmals nicht die Ruhe zum Schreiben habe, nutze ich den Sonntag abend. Noch vor einigen Monaten habe ich immer nur am Abend vor der Veröffentlichung geschrieben, aber so hatte ich das Gefühl nie fertig zu sein. Jetzt geh ich Sonntag Abends beruhigt ins Bett und starte neu in die Woche - das gefällt mir gut und stresst mich nicht.

Ich muss aber zugeben, dass ich ein Handy-Junkie bin und bei Insta oder Facebook mehrfach am Tag vorbei gucke. Pinterest (klick) mach ich gerne mal eine halbe Stunde auf der Coach. Aber wirklich nur eine halbe Stunde, sonst ufert das aus. *lach

Das ist natürlich alles nicht in Stein gemeißelt und bei Arztterminen, schulfreien Tagen, Krankheit etc. purzelt hier alles wild durcheinander, aber das kennst du bestimmt aus eigener Erfahrung. Bei mir geht halt ohne Organisation nix und ich schreib auch mit großer Leidenschaft gerne Listen. Sehr zur "Freude" meines Mannes. *hihi

Du hast es bis hier hin geschafft? Glückwunsch! Jetzt weißt du mehr als Bescheid, wie das bei mir so läuft und ich bin sooo gespannt, wie du das machst. Also, falls du auch einen Blog hast. Die liebe Bine von waseigenes sammelt alle Posts zum Thema Arbeitseinteilung & Prioriäten. Schau mal rein - klick!

Liebste Grüße

Kommentare:

  1. Liebe Kati,
    ich danke Dir für die genaue Beschreibung Deines Alltags. Ich kann mir alles gut vorstellen. Eine Info wäre mir noch wichtig: wieviele Std. arbeitest Du im Brötchenjob? Ich arbeite jede Woche ca. 45, manchmal 50 Std. Das Wochenende nutze ich, um einfach mal auszuschlafen.
    Du kannst Dir vielleicht vorstellen, dass ich schon, je weiter ich las, ein bisschen neidisch wurde. ;-) Freie Tage/Zeit mitten in der Woche?! Bei meinem Arbeitspensum käme mir das vor, wie ein kleiner Urlaub.
    So kann ich nur sagen, ein Post mit meinem Wochenalltag ist wahrscheinlich langweilig für alle Leser/innen, weil die Zeit dem Brötchenjob gehört. Und da ich erst ein Jahr da bin, bleibt das auch erstmal so.
    Oft habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig poste bzw. nähe, gerade auch, wenn ich sehe, was Du so ´raushaust! Aber gerade Dein Post hilft mir, mich und meinen output richtig einzusortieren. Denn ich kann ja gar nicht mehr, weil ich nicht so viel Freizeit habe!

    Deshalb lieben Dank, fühl Dich geknuddelt von

    Britta

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Kati,

    wow, das nenne ich mal organisiert! *Daumenheb*
    So gut durchgeplant war ich selbst zu meinen aktiven Bloggerzeiten nie ;-)

    Kein Wunder, dass du alles geregelt bekommst und sogar noch ein Plätzchen für die Zweisamkeit freigeräumt hast. ♥

    Fand ich jetzt spannend zu lesen und musste dir deshalb unbedingt ein paar warme Worte dalassen. Zum Blog lesen komme ich in letzter Zeit ja so gut wie nie, aber ich bin immerhin bei Insta drübergestolpert. *g* Wo denn auch sonst?

    Liebe Grüße
    und noch einen schönen Abend (was machst du donnerstags nochmal?)

    Sabine

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Liebe Grüße
Kati

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