Freitag, 21. August 2015

Jeden Tag eine gute Tat...?

Kennt den Spruch noch Jemand?
Diese Woche war ich krank und zuhause auf der Coach. Viel Zeit zum lesen, auch auf den üblichen Social Media Kanälen und seit dem geht mir das Thema Flüchtlinge nicht mehr aus dem Kopf. "Netterweise" habe ich bei meinen sogenannten Freunden Kommentare oder geteilte Inhalte gesehen, die für mich gar nicht gehen...aufräumen hilft in dem Fall! Wäre es nicht möglich diesen ganzen politischen Teil einfach mal wegzulassen und sich nur mal die Situation der Menschen versucht vorzustellen?

Bei uns in Brühl (Rhein-Erft-Kreis) gibt es neuerdings eine Aufnahmestation für Flüchtlinge. Es ist nicht etwa die Turnhalle einer Grundschule oder ein Hotel...nein, es ist ein leersteheder Pflanzenmarkt. Sicher kann sich jeder vorstellen, wie schwierig das ist: fremdes Land, fremde Sprache, evtl. die Familie verloren, auf engstem Raum, ganz zu schweigen von den sanitären Anlagen usw. Wenn ich schon dran denke, wird mir schlecht und ich bin dankbar für mein/unser Leben.

Ich bin sicher kein Gutmensch: sammeln an der Türe hasse ich wie die Pest, Bettler in der Fußgängerzone ist auch nicht so mein Fall und ich spende auch keine Unsummen. Aber es ist manchmal einfacher als man denkt. Es gibt so viele Ehrenamtliche, die sich engagieren (huhu S.) und einsetzen. Nach dem ich kurz die Liste der benötigten Gegenstände gesehen habe, war schnell einiges zusammen gepackt: Schuhe, die ich bestimmt schon drei Jahre nicht mehr anhatte und auch vorher nie wirklich getragen hatte (typische Fehlkäufe halt), Klamotten in die ich wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr reinpassen werde, Filzstifte (die kauf ich schonmal bei Aldi für Mäppchen oder so), genähte Kindermützen und -loops (die gesetzlichen Auflagen, um diese Dinge zu verkaufen, kann und will ich nicht einhalten. Warum sollen die weiter im Keller liegen?), Kinderjacken von meinen Jungs (wer geht schon regelmäßig auf den Flohmarkt?) und noch einiges mehr.

Denn jetzt mal ehrlich: wann hast du deinen Kleiderschrank das letzte Mal ausgemistet? Oder dein Mann? Oder du hast Sachen von einem Probe nähen in der Ecke liegen? Oder Artikel, die du dann nicht mehr verkaufst, wie zum Beispiel Mäppchen, Kindermützen, etc.?

Dann erkundige dich doch in deiner Stadt, wo man etwas spenden kann. Das ist natürlich nur eine Idee und kein muss, aber mir gefällt der Gedanke, dass man mit wirklich wenig auch etwas tun kann. Ohne weitere Verpflichtungen oder finanziellen Aufwand.

Mir gehts hier ausschließlich um die Menschen, nicht darum, ob es anderen Deutschen auch schlecht geht oder wir selber nix haben. Würde mich freuen, wenn der ein oder andere mal darüber nachdenkt. :-)


Meine gute Tat für heute habe ich auf jeden Fall getan und es fühlt sich verdammt gut an!

Liebste Grüße

Kommentare:

  1. Ja, man sollte jeden Tag eine gute Tat machen, egal wie klein. Und mann kann mit ganz wenig sehr viel machen. Ich entleere unsere Schränke alle drei Monate und bringe die Sachen zu der berliner Tafel. Wenn ich die lachenden Gesichter der Kinder dort sehe nur weil die etwas "neues" buntes bekommen haben ist mein Herz groß wie ein Eimer!
    Liebste Grüße,
    Lee

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    1. Das finde ich richtig super, Lee!
      Es macht wirklich Spaß, wenn man weiß, dass die Sachen direkt ankommen!
      LG
      Kati

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  2. So geht es mir auch gerade, hier werden Schulsachen, also Schreibzeug und so etwas gesucht, ich packe auch gerade fleißig Päckchen zusammen, helfen kann so einfach sein

    LG von der Maus

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    1. Hallo Maus :-)

      Toll, dass du fleißig Päckchen packst!
      LG
      Kati

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  3. Du hast Recht Kati,
    es ist eigentlich ganz einfach, Klappe halten und einfach was tun! Die Kommentare oder solche Bildchen zum teilen auf FB sind zum weglaufen! Sogar Leute, die auch einmal in dieses Land kamen und geblieben sind, die anscheinend schon vergessen haben, dass sie "nur" besser leben wollten und nicht gerade von Gewalt und Lebensgefahren geflüchtet waren..... einfach nur hirnlos und unterste Schublade! Und diese Geschichte, dass wir selber nix haben, das ist auch ein Ding! Bloß sich nicht weiter umschauen, wie es woanders ist und was wir für ein "Reichtum" hier haben.... egal wie arm!
    Danke fürs wachrütteln! Es ist unglaublich, wie wieviele Dinge man im Schrank hat, die man 5 bis 10 Jahren nicht mehr in der Hand hatte und das meiste wie neu! Da werde ich einige Taschen packen können!
    Liebste Grüße,
    Betty

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    1. Liebe Betty,

      du hast so Recht und ich finde es wirklich erschreckend was teilweise abläuft. MIr gehts halt auch darum, das ganze politsche mal wegzulassen. Klar, passen mir auch manche Dinge nicht und es gibt in jeder Gruppe welche, die schnell raushaben, wo sie was bekommen. Die sind aber auch meistens (gottseidank) in der Minderzahl.
      Wir schwimmen jetzt auch nicht im Geld, aber man kann wirklich mit wenigen Sachen auch was erreichen. Super, dass du mal in deinen Schrank reinschaust. - Daumen hoch! <3
      GLG
      Kati

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