Sonntag, 27. Januar 2013

Glutenfreier Apfelkuchen

Mmh, ich hoffe, dass ich das Rezept mit Quellenangabe posten kann:

Es stammt aus dem Buch "Köstlich Essen bei Zöliakie" von Andrea Hiller.

600 g mürbe Äpfel
120 g Butter
120 g Rohrzucker (braunen)
3 Eier Größe M
200 g Maismehl
2 TL Backpulver
Sprudelwasser
1 EL Puderzucker

Butter und Rohrzucker cremig rühren, dann die Eier nach und nach zugeben.
Maismehl abwiegen und mit dem Backpulver vermischen und einrühren. Eventuell noch etwas Sprudelwasser zugeben.

Teig in die Form und die Äpfel (geschält, entkernt und je nach belieben in Scheiben
geschnitten oder geviertelt) darauf verteilen.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen und dann so ca. 30 - 40 Minuten backen - fertig!

Ist wirklich lecker!

Mal wieder was Neues...

...die letzten Wochen waren sehr turbolent und nach jahrelangen Beschwerden, weiß ich endlich was ich habe: Zöliakie oder auch im "Volksmund" Gluten-Unverträglichkeit", zu meiner Laktose-Intoleranz versteht sich.

Momentan schwanke ich noch zwischen der Erleichterung endlich zu wissen, was los ist und dem Schock so viele leckere Sachen nicht mehr essen zu dürfen. Ich liebe frisch gebackenes Brot, Hefezöpfe, Kuchen oder Nudeln!
Wer interessiert ist, kann sich am besten bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft schlau machen. Nach dem ich einiges gelesen habe, fand ich es vor 2 Wochen noch lächerlich Küchenschränke umzuräumen, neue Schneidebretter zu kaufen, usw... Blöd nur, dass der Arzt mir letzte Woche genau das geraten hatte!

Also, verschiedene Mehle (Reis-, Kartoffel-, Maismehl und Mehlmischungen) gekauft, umgeräumt, gewischt und gekauft. Was soll ich sagen? Ich hab tatsächlich seit 2 Tagen viel weniger Beschwerden...es ist zwar noch nicht ganz weg, aber ich merke was: schön!

Da ich Grundsatz-Optimist bin, wollte ich direkt loslegen und einen glutenfreien Kuchen backen. Gesagt getan: Kuchenrezept rausgesucht, Mehl ausgetauscht, anderes Backpulver verwendet - fertig!



Das Ergebnis sieht gut aus...schmeckt aber....naja...zum Abgewöhnen...
ist direkt in den Mülleimer gewandert.


Mist, also doch Bücher bestellen, diese hab ich mir ausgesucht und drin gestöbert:



Der "feine Apfelkuchen" hörte sich am "normalsten" an und den gab's dann heute:


Ich muss sagen, der war lecker :-) Ja, man merkt einen geschmacklichen Unterschied und der Kuchen ist durch das Maismehl gelber, aber mit der Zeit wird das wohl...

Jetzt muss ich nächste Woche zur Ernährungsberatung und bin gespannt, welche Tipps & Tricks die für mich bereit hält. Und um positiv zu enden: ich kann noch Sushi & Steack essen gehen...ansonsten geht die Spontanität flöten: kein Brötchen kaufen, spontanes Kantinen essen geht nicht mehr, schon doof. Auf der anderen Seite decke ich leider 90 % Beschwerden ab und ich freu mich darauf, dass die Werte besser werden. Das kann nur besser werden :-)

Glutenfreie Grüße

Mittwoch, 9. Januar 2013

DIY - Kinderweste für Karneval - Teil 2

Leider wird gerade unser Telefon umgestellt und ich kann nur über einen extrem langsamen Stick ins Web. Sorry also für die Verspätung...

Wo waren wir stehen geblieben?
Die Schulter- und Seitennähte sind geschlossen...hast Du Deinem Kind die Weste anprobiert? Ich hab festgestellt das die Vorderteile etwas abstehen und noch einen Abnäher gemacht (siehe gelbe Linie).


Jetzt sitzt alles und die Fransen können befestigt werden.
Die Menge und Position sind frei wählbar, für meine habe ich auf der Vorderseite zwei kurze Abschnitte schräg angesetzt und auf der Rückseite (im Schulterbereich) ein V-Muster ausgesucht. Du kannst auch unten einmal komplett Fransen dran machen, ganz wie Du magst.



Wenn die Fransen fest sind, geht's ans Schrägband: Je nach dem wie "näh-sicher" Du bist, kannst Du das Band entweder mit Stecknadeln vorstecken oder Du legst es einfach um den Stoff und nähst es nach und nach fest. Bei den Fransen passt nur auf, dass da nichts verknotet ist und alle gerade liegen.
Tipp: Fangt bei dem Armausschnitt unten an der Seitennaht an, dann ist der Ansatz verdeckt :-)



Jetzt nur noch das Band einmal unten an der Seitennaht ansetzen und Du kannst in einem Rutsch das Band einmal rund nähen - fertig!
Traut Euch einfach mal los zulegen...
 

Donnerstag, 3. Januar 2013

DIY - Kinderweste für Karneval - Teil 1

Das neue Jahr startet mit einem sehr kurzfristigen Projekt: zwei Cowboy-Westen für meine Jungs!

Aufgewachsen im Rheinland bin ich sehr karnevalsbegeistert und mit ungefähr 15 Jahren hab ich mein erstes Kostüm mit meiner Freundin selber genäht. Damals war in der Zeitschrift "Freundin" eine Anleitung für ein Hexenkostüm mit einem riesigen Hut aus Tüllbergen - fanden wir super. Es folgten noch ein Inderin-Kostüm aus alter, selbst gefärbter Bettwäsche; eine Pippi-Langstrumpf-Schürze; die obligatorische Clownhose, ein Charleston-Kleid (hier sind ärgerlicherweise diese überteuerten Fransen nach einem mal waschen aufgedröselt - sehr ärgerlich), Piratenhosen, usw...

Diesen Sonntag ist in den Kölner-Rheinterassen die Proklamation vom Kinder-Dreigestirn und ich werd mit meinen Jungs dahin gehen. Der Kleine hat schon mit Begeisterung sämtliche Kostüme angehabt und der Große ist mehr der Typ "ok, verkleid ich mich halt". Abgemacht war, dass die Kinder die Indianerkostüme (die hab ich letztes Jahr genäht) anziehen...bis...tja: Heute!

Mein Großer und ich waren beim Karnevalsvierts (großes Geschäft für Karnevalsbedarf) um für mich (!) Hosenträger zu kaufen. Während wir dadurch stiefelten, bekommt der Große auf einmal Lust auf Karneval und guckt mich mit Hundeblick an "Maaamaaa, ich wär sooo gerne Cowboy am Sonntag." - oh man, das hat mir grad gefehlt.
Erst wollte ich standhaft bleiben, aber man muss auch mal alles über Bord werfen
Also musste ein neuer Hut her und wir haben uns die fertigen Kostüme angeguckt. Fazit: Furchtbar!
Polyester pur, hässlicher Stoff und eine Weste zum Preis von 13,95 € - nein, danke!
Ich hab dann 1 m Stoff für 11,50 € gekauft, ist zwar was viel, aber egal.

Jetzt aber zu der Anleitung:


Ihr braucht
- eine Stoffschere oder einen Rollschneider
- Garn
- Stoffstift (z.B. Trickmarker von Prym)
- Schrägband
- einen Pullover, in der aktuellen Größe
und natürlich den gekauften Stoff (ich schätze bis Größe 122 kommt Ihr mit 50 cm hin)

Keine Sorge, Du brauchst keinen Schnitt zu kaufen,
das geht ganz einfach!





Falte den Stoff rechts auf rechts und leg den ebenfalls gefalteten Pullover längs in der Mitte drauf. Nun malst Du an den Rändern entlang und lässt den Hals- und Armausschnitt offen. Leg den Pullover zur Seite und male die beiden Ausschnitte frei hand auf.



Bevor Du losschneidest, denk bitte an die Nahtzugabe. Da an den Rändern später Schrägband angenäht wird, brauchst Du nur an den roten Linien eine Zugabe. Ansonsten kannst Du an den Linien entlang schneiden.


Die beiden Vorderteile machst Du nach dem gleichen System, achte nur darauf, dass die Länge und die Schulterbreite zum Rückenteil passt. Auch hier bei den roten Linien an die Nahtzugabe denken.


Wenn Du alles geschnitten hast, sollte es so aussehen:




Jetzt kannst Du die Vorderteile auf das Rückenteil heften. Am Besten zieht Dein Kind die Weste in dem Zustand kurz drüber, dann kannst Du noch ggf. den Armausschnitt vergrößern oder die Länge kürzen. Wenn alles passt, kannst Du alle rot gekennzeichneten Nähte (bitte an den Seitennähten bis ganz unten nähen) mit einem Steppstich schließen.


Da ich leider vergessen habe noch Fransen zu kaufen, gibt's Morgen den Zweiten Teil. Das ist übrigens meine erste Nähanleitung und ich hoffe, dass es bei Dir klappt und ich keine entscheidende Details vergessen hab.
Morgen gehts dann um das Schrägband und wie die Fransen befestigt werden.
Ganz einfach - versprochen!


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